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  • Eigentümer profitieren langfristig von niedrigeren Wohnkosten, auch wenn die anfängliche Belastung zunächst höher ist als bei Mieterhaushalten. Zu diesem Ergebnis kommt das Berliner Forschungsinstitut empirica in Zusammenarbeit mit LBS Research, das aktuelle Einkommens- und Verbrauchsstichproben des Statistischen Bundesamtes analysiert hat. Während Mieter im Laufe der Jahre durschnittlich mit steigenden Kosten konfrontiert sind, sinken die Ausgaben fürs Wohnen, sobald die Immobilie abbezahlt ist. Ab diesem Zeitpunkt muss der Eigentümer nur noch jeden sechsten Euro für seine Wohnkosten ausgeben, Mieter im Gegenzug fast jeden dritten Euro. Konkret bedeutet das: Unter 40jährige geben rund 619 Euro pro Monat für Ihre Miete einschließlich aller Nebenkosten aus. Gleichaltrige Eigentümer müssen dagegen etwa 729 Euro bezahlen. Doch bereits bei den über 64jährigen beträgt die Miete rund 688 Euro, bei Eigentümern belaufen sich die Monatlichen Kosten auf rund 386 Euro. Eine finale "Liquiditätsrendite" von über 300 Euro ist laut Studie der entscheidende Vorteil von Eigentüm gegenüber Mietverhältnis. © photoDune.net / fantazista

  • Einer aktuellen Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zufolge übersteigt die Wohnungsnachfrage nach wie vor deutlich das Angebot. Allein in Deutschlands sieben größten Städten müssten bis 2020 pro Jahr mehr als 88.000 Wohnungen entstehen, um den Bedarf zu decken. Auf bundesweiter Ebene liegt der Neubaubedarf sogar bei 385.000 Wohnungen jährlich. Verantwortlich für den steigenden Bedarf ist laut Studieninitiatoren der enorme Zuzug vom Land in die Großstadt. Allein 2015 wurden in den sieben Top-Metropolen eine Zuwanderung von insgesamt 400.000 Personen verzeichnet. Allerdings wurden bis 2015 lediglich 53 Prozent der benötigten Wohnungen gebaut. Die IW-Analysten kritisieren, dass Wohnungen nicht dort entstehen, wo sie gebraucht werden, sondern am Bedarf der Menschen vorbeigebaut werden. So werden insbesondere kleinere Wohnungen, da besonders jüngere Menschen aus dem In- und Ausland in die Großstädte ziehen. © Fotolia.de / KlausWagenhaeuser

  • Für die meisten Baumaßnahmen müssen in Deutschland Genehmigungen eingeholt werden. Ob Neubau-, Umbau- oder Anbaumaßnahme - laut Verband Privater Bauherren e.V. (VPB) ist der Eigentümer für die ordnungsgemäße Genehmigung zuständig. Doch nicht alle Haus- oder Grundstückbesitzer lassen sich laut VPB-Angaben alle baulichen Veränderungen genehmigen. Um Kosten zu sparen oder eventuelle Absagen von Bauanträgen zu vermeiden, wird die ein oder andere Maßnahme auch schon mal schwarz beauftragt. Dies kann jedoch hohe Strafen, Abbruchverfügungen oder teure Nachgenehmigungsverfahren zur Folge haben. Die Bauexperten raten Eigentümern daher, alle Baumaßnahmen ordnungsgemäß genehmigen zu lassen. Hauskäufer sollten darüber hinaus prüfen, ob die favorisierte Immobilie in allen Details baurechtlich genehmigt worden ist. © Fotolia.de / roxcon

  • Noch immer werden zu wenig Gebäude in Deutschland saniert. Dies hat eine aktuelle Studie der Deutschen Energie-Agentur (dena) ergeben. Die von der Bundesregierung angestrebte Verdopplung der jährlichen Sanierungsrate von 1 auf 2 Prozent rückt damit in weite Ferne. Zwar sind laut Gebäudereport beispielsweise die Märkte für energieeffiziente Heizungen von 2012 bis 2015 um 10 Prozent gewachsen, doch allein der Rückgang von Dämmstoffen um 11 Prozent zeige den Rückgang der Sanierungsrate. Auch die Entwicklung des Wärmebedarfs ist laut dena ein Indiz für die Verfehlung des Klimaziels. Zwar zeigt der Report, dass der Teilbereich Erneuerbare Energien weitestgehend auf Kurs ist, doch greifen die Maßnahmen den dena-Experten zufolge zu kurz. Besonders bei der Förderung bestehe noch viel Potenzial, um Hausbesitzern bessere Anreize zu bieten. © Fotolia.de / ponsulak

  • Noch bis zum 31. März 2017 können Vermieter einen Erlass von der Grundsteuer von bis zu 50 Prozent beantragen, wenn sie 2016 keine oder nur geringe Mieteinnahmen hatten. Die rechtliche Grundlage bietet §33 des Grundsteuergesetzes (GrStG). Voraussetzung für den Steuerlass ist, dass der Mietausfall ohne Verschulden des Vermieters entstanden ist - etwa durch Leerstand, allgemeinen Mietpreisverfall oder strukturelle Nichtvermietbarkeit. Unverhersehbare Ereignisse wie ein Wohnungsbrand oder Wasserschäden können ebenfalls Grundlage für den Erlass sein. Grundsätzlich gilt: Sind die Mieterträge um mehr als 50 Prozent hinter dem üblichen Rohertrag zurückgeblieben, erhalten Vermieter einen Erlass von 25 Prozent. 50 Prozent werden gewährt, wenn überhaupt keine Einnahmen verzeichnet wurden. © Fotolia.de / KlausWagenhaeuser

  • Immer wieder kommt es zwischen privaten Bauherren und Immobilienkäufern zu gerichtlichen Auseinandersetzungen. Um diese zu vermeiden und außergerichtliche Lösungen zu finden,  haben die Branchenverbände IVD und VPB den „Ombudsmann Immobilien IVD/VPB - Grunderwerb und -verwaltung“ eingerichtet. Die vom Bundesamt für Justiz anerkannte Schlichtungsstelle prüft Verbraucherbeschwerden neutral und unterbreitet einen angemessenen, nachvollziehbaren Schlichtungsvorschlag. So können sich beispielsweise Verbraucher an den Ombudsmann wenden, wenn der persönliche Austausch zwischen den Konfliktparteien nicht mehr möglich ist. Darüber hinaus steht der Ombudsmann ab sofort für Fragen des Bauvertragsrechts zur Verfügung und erweitert damit sein bisheriges Beratungsangebot. © photoDune.net / copperpipe

  • In einer aktuellen Studie des Bundes der Steuerzahler (BdSt) wurden die Wohnnebenkosten der 16 Landeshauptstädte verglichen. Ermittelt wurden die Kosten für einen Musterhaushalt mit drei Personen in innerstädtischer Lage, die beispielsweise durch Wasserentgelte, Abfallgebühren, Schmutzwassergebühren sowie Gebühren für Winterdienst, Schornsteinfeger, den Rundfunkbeitrag oder die Grundsteuer entstehen. Spitzenreiter der Wohnnebenkosten ist die Stadt Saarbrücken mit 2.196 Euro pro Jahr. Am günstigsten liegt die bayerische Hauptstadt München mit 1.643 Euro jährlich. Treiber der hohen Kosten ist laut BdSt vor allem der Staat selbst durch Grund- und Erwerbssteuer sowie sonstige anfallende Gebühren. So variieren beispielsweise die Schmutzwassergebühren in Potsdam (678 Euro) und Mainz (210 Euro) um mehr als das dreifache. Den Steuerexperten zufolge gibt es aber von Seiten der Bundesregierung genug Handlungsspielraum, um die Haushalte zu entlasten und empfiehlt eine Nachbesserung für eine gerechtere Wohnkostenregelung. © photoDune.net / fantazista

  • Um ein sicheres Fundament für ein Haus zu schaffen, muss das Planungsunternehmen den Baugrund genau kennen. Ein Baugrundgutachten ist daher laut Verband Privater Bauherren e.V. (VPB) inzwischen Standard in vielen Bauverträgen geworden. Allerdings ist es mit dem reinen Erstellen des Gutachtens nicht getan, entscheidend für einen reibungslosen Ablauf sind die Ergebnisse. Stehen die Bodenverhältnisse vor Vertragsabschluss nicht fest, kann die Konstruktion und Ausführung des Unterbaus variieren. Dies wiederum kann nachträgliche Kosten mit sich bringen. Ein Beispiel sind laut VPB nicht tragfähige Böden, die in der Regel ausgetauscht werden müssen und Mehrkosten von ca. 5.000 Euro verursachen können. Die Bauexperten raten daher, Nachtragsangebote in Ruhe zu prüfen und sich nicht aus Zeitgründen unter Druck setzen zu lassen. Liegen beispielsweise die auszutauschenden Mengen im Angebot weit über der tatsächlichen Erdmasse, sollten Bauherren nachhaken. Auch die Kubikmeter der Rechnung sollten mit den Angaben der Lieferscheine überprüft werden. © Fotolia.de / roxcon

  • Die Nachfrage nach Photovolthaikanlagen ist seit Jahren erstmals wieder gestiegen. Dies teilt der Branchenverband BSW-Solar aktuell mit. Rund 51.900 neue Solarstromanlagen mit einer Leistung von rund 1,52 Gigawattpeak (GWp) wurden demnach deutschlandweit installiert. Im Vorjahr waren es noch 51.000 Anlagen mit 1,46 GWp. Die Gründe für die zunehmende Nachfrage sehen die Marktexperten insbesondere in den stark gesunkenen Preisen für Solarstrom. Diese sind in den letzten 10 Jahren um gut 80 Prozent gesunken und oft nur halb so hoch wie konventionelle Tarife. Zudem können Eigentümer den erzeugten Strom weiterhin selbst verbrauchen und sind nicht wie bislang dazu verpflichtet, für eine Förderberechtigung an Ausschreibungen teilzunehmen. Für die zukünftige Entwicklung der Inlandsnachfrage prognostiziert BSW-Solar jedoch keine großen Sprünge. Hier müsse die Bundesregierung in den kommenden Jahren die Ausbauziele für Erneuerbare Energien deutlich anheben und Markthindernisse beseitigen. © Fotolia.de / zstock

  • Der Bundesgerichtshof entschied in einem aktuellen Urteil, dass nach Ablauf der Verjährungsfrist von Betriebskosten bereitgestellte Kautionen nicht mehr für Nachzahlungen verwendet werden dürfen (AZ VIII ZR 263/14).   Im vorliegenden Fall hatte ein Mieter seine zu Beginn des Mietverhältnisses bereitgestellte Mietsicherheit zurückgefordert, die in Form eines Sparbuches geleistet wurde. Der Vermieter argumentierte, dass noch Nachzahlungen für ältere Betriebskostenabrechnungen offen waren und diese verrechnet werden müssten.   Der Bundesgerichtshof entschied aber zugunsten des Mieters. Nach der dreijährigen Verjährungsfrist der Betriebskostenabrechnungen darf eine Kaution nicht zum Ausgleich von Nachzahlungen verwendet werden. Das Sparbuch mus demnach freigegeben werden und darf nicht als Sicherheit für wiederkehrende Leistungen zurückbehalten werden. © Fotolia.de / hywards

  • Wie der Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V. (VDE) aktuell mitteilt, ermöglicht die Vernetzung intelligenter Komponenten und Geräte im Haushalt ein komfortableres, ressourcenschonenderes und sichereres Leben. Im Rahmen einer aktuellen Studie hat der VDE analysiert, welche Produkte erfolgsversprechend sind und was die Vielfalt an Anwendungen für Marktpotenziale bietet.   Im Fokus der Studie standen intelligente Anwendungen und Dienste in den Bereichen Sicherheit, Energieffizienz, Unterhaltung und Kommunikation. So wird die Kameraüberwachung oder Gerätesteuerung per Smartphone oder eine individuelle Temperatursteuerung in den kommenden Jahren zum Wohnstandard werden.    Smart Home-Produkte "Made in Germany" sind im internationalen Vergleich bereits gut aufgestellt, doch könnten weitergehende Anwendungen das Wohn- und Kosumverhalten zukünftig grundlegend ändern. Über eine Milliarde Euro Wertschöpfung an Smart Living-Produkten prognostiziert der VDE für den deutschen Markt. Um das Wachstum durch Investitionen schnellstmöglich voranzutreiben, soll die neue Wirtschaftsinitiative Smart-Living" neue Infrastrukturen und Förderprogramme ermöglichen.   © Fotolia.de / oliavlasenko

  • In deutschen Großstädten gibt es derzeit kaum noch verfügbare Wohnungen. Bereits im Jahr 2015 ist der Anteil der Leerstände auf 4,5 Prozent (1,8 Millionen) zurückgegangen, teilt das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung aktuell mit.   Im Vergleich zum Vorjahr lag die Zahl der Leerstände noch bei fünf Prozent. Besonders betroffen sind laut den BBSR-Berechnungen wachsende Metropolen wie Berlin, Hamburg, Frankfurt oder München, in denen die Quote inzwischen unter einem Prozent liegt. Die Gründe für die große Wohnungsknappheit sehen die Experten in dem anhaltenden Einwohnerwachstum, das sich verstärkt auf die Großstädte konzentiert.   Vor diesem Hintergrund empfiehlt das BBSR, das Wohnungsangebot in den Ballungszentren auszuweiten und Wohngegenden außerhalb der attraktiven Wirtschaftsregionen durch öffentliche und private Eigentümer aufzuwerten. © Fotolia.de / KlausWagenhaeuser

  • Energiesparen ist ein fester Bestandteil der Neubauplanung geworden und sogar gesetzlich vorgeschrieben. Doch wie genau die Energie gespart werden soll, bleibt dem Bauherrn überlassen. Die Energieeinsparverordnung lässt Planern weitgehende Freiheit bei der Gestaltung und energetischen Auslegung eines Gebäudes. so der Verband Privater Bauherren e.V. Doch diese individuelle Planungsfreiheit stellt Bauherren auch vor eine große Herausforderung: Sie müssen sich umfassend informieren, welche Energieplanung zu ihrem Gebäude passt. Angesichts der komplexen technischen Entwicklungen fühlen sich aber viele Menschen überfordert und setzen am Ende oftmals auf Fertighaus-Anbieter, die Ihnen diese Entscheidung abnehmen. Der VPB warnt vor diesem Hintergrund, dass Fertiglösungen oftmals teurer sind als nötig und nicht immer auf die Bedürfnisse der Eigentümer abgestimmt sind. Um zu verstehen, was Bauherren wirklich für Ihr Geld bekommen und wie sie die Technik in Zukunft sinnvoll nutzen und bedienen können, lohnt es sich, einen unabhängigen Energieberater zur Bauplanung hinzuzuziehen. © Fotolia.de / zstock

  • Seit 2014 gilt die neue Energieeinsparverordnung (EnEV). Sie schreibt unter anderem vor, dass Heizkessel nach 30 Jahren ausgetauscht werden müssen. Nach Informationen der Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg GmbH (KEA) sind 2017 mehr als eine Million Haushalte von dieser Austauschpflicht betroffen. Doch es gibt Ausnahmen: Niedrigtemperatur- und Brennwertkessel dürfen auch nach 30 Jahren weiter betrieben werden. Eigentümer, die schon länger in Ein- und Zweifamilienhäusern wohnen, sind ebenfalls von der Regelung ausgenommen. Ebenso wie Wohngebäude mit weniger als drei Wohnungen, bei denen der Eigentümer bis zum Stichtag 01.02.2002 eine Wohnung selbst bewohnt hat. Vor diesem Hintergrund rät die KEA Hausbesitzern zu einer neutralen Beratung, da es gegebenenfalls wirtschaftlich durchaus vor Ablauf der 30-Jahresfrist Sinn machen kann, die Heizanlage zu modernisieren. Weitere Informationen sind unter www.zukunftaltbau.de erhältlich. © PhotoDune.net / Primus1

  • Das Amtsgericht München entschied in einem aktuellen Urteil, dass Mieter ihre Wohnung nicht an Touristen oder andere Dritte weitervermieten dürfen, wenn keine entsprechende Genehmigung vorliegt (AZ 1112 OWi 238 Js 177226/16). Im vorliegenden Fall hatte ein Zahnarzt aus München eine Mietwohnung zeitweise Verwandten überlassen und auch Touristen untervermietet. Die Stadt München teilte nach einem anonymen Hinweis mit, dass ein Verstoß gegen die Zweckentfremdungssatzung vorliege. Der Mieter argumentierte, dass er nicht gewusst hatte, dass er für die Überlassung an dritte Personen eine Genehmigung brauche und darüber hinaus der Hauswerwaltung diese Nutzung bekannt gewesen sei. Das Gericht verurteilte den Mieter nun zu einer Geldbuße von 4.000 Euro, da er vorsätzlich gegen die Zweckentfremdungssatzung verstoßen hatte. © Fotolia.de / hywards

  • Stiftung Warentest hat in ihrer aktuellen Finanztest-Ausgabe festgestellt, dass ein Großteil der 600.000 Haushalte, die mit Flüssiggas heizen, bis zu 78 Prozent zu viel bezahlen. Dabei können selbst vertragsgebundene Kunden mit ihrem Anbieter verhandeln. Flüssiggas Kunden stehen vor dem Problem, dass der Tank oftmals vom Lieferanten gemietet ist und sie vertraglich gebunden sind, das Gas ausschließlich bei ihm zu kaufen. Kunden mit eigenem Tank können dagegen vergleichen und den günstigsten Anbieter auswählen. Um Miettank-Kunden einen umfassenden Preisüberblick zu gewährleisten, hat Finanztest Flüssiggaspreise der letzten 24 Monate recherchiert. Lässt sich mit dem Lieferanten nicht verhandeln, haben Verbraucher die Möglichkeit, den Tank abzukaufen oder einen neuen zu erwerben und den Miettank zurückzugeben. In diesem Zusammenhang haben die Tester festgestellt, dass die hohen Kosten zur Abholung des Tanks nicht zwangsläufig gezahlt werden müssen. Viele Vertragsklauseln sind ungültig und müssen nicht akzeptiert werden. Finanztest bietet hierzu Musterbriefe für die Preisverhandlung und Miettank-Kündigung. Die ausführliche Untersuchung erscheint in der Februar-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest und ist ebenfalls unter www.test.de/fluessiggas abrufbar. © Fotolia.de / kalozzolak

  • Laut Statistischem Bundesamt wurden von Januar bis November 2016 23 Prozent mehr Wohnungen als im Vorjahr genehmigt. Insgesamt bestätigten die Bauämter 340.000 Anträge und kamen damit dem Rekordjahr 1999 mit 403.000 Einheiten nahe. Den Hauptanteil der genehmigten Wohnungen machten mit 286.000 Neubauwohnungen in Wohngebäuden aus und erhöhten sich im Vorjahresvergleich um 20,8 Prozent. In Zweifamilienhäusern wurden 2.500 Wohnungen genehmigt (Zuwachs 13,8 Prozent), Einfamilienhäuser stiegen mit 800 Einheiten um 0,9 Prozent. Den höchsten Wert seit 1998 erreichten mit 47.800 Anträgen Wohnungen, an denen Um- und Ausbauarbeiten an bestehenden Gebäuden genehmigt wurden. Damals wurden 51.600 Anträge bestätigt. © Fotolia.de / denphumi

  • Nach wie vor überlassen viele Bauherren die Auswahl der Baustoffe dem beauftragten Bauunternehmen. Dabei kann schadstoffarmes Wohnen laut TÜV Rheinland einen wichtigen Beitrag zum allgemeinen Gesundheitszustand beitragen. Denoch werden bis heute gesundheitsgefährdende Stoffe in vielen Baumaterialien, Bodenbelägen oder auch Tapeten, Möbeln oder Reinigungsmitteln verarbeitet, die giftige Ausdünstungen in den Wohnräumen verursachen. Verbraucher sollten daher bereits bei der Auswahl der Baumaterialien auf zertifizierte Produkte achten und sich nicht in die Irre führen lassen. So bedeuten Begriffe wie "lösemittelfrei" oder "ökologisch" nicht zwangsläufig, dass die Raumluft nicht belastet wird. Werden oganische Flüssigkeiten zugesetzt, können die Produkte teilweise sogar mehr Schadstoffe verursachen als herkömmliche Produkte. Auch geruchsintensive Terpentingemische, die mitunter in organischen Mitteln enthalten sind, können Haut und Schleimhäute reizen und Allergien auslösen. Eine gute Orientierung für schadstoffarmes Bauen bieten den Verbraucherschützern zufolge anerkannte Labels wie der Blaue Engel, das EU Ecolabel oder TÜV-Zertifikate. © Fotolia.de / roxcon

  • Trotz steigender Inflationsraten im europäischen Raum bleibt die Europäische Zentralbank (EZB) bei ihrer Entscheidung, den Leitzins bei null Prozent zu belassen. Für Immobilienkäufer bedeutet die Fortführung dieser Finanzpolitik weitere günstige Kredite für ihre Finanzierungspläne. Laut Interhyp AG sollten sich die Konditionen für beispielsweise 10-Jahres-Darlehen auf rund 1,4 Prozent einpendeln. Für die kommenden Wochen geht das Bauzins-Trendbarometer von gleichbleibenden Finanzierungsbedingungen für Hauskäufer aus. Höhere Zinsen werden erst mittel- bis langfristig prognostiziert. Die Interhyp-Marktexperten raten Kreditnehmern vor diesem Hintergrund, ihre Finanzierung auf eine solide Basis zu stellen. So minimieren hohe Tilgungsraten von mindestens drei Prozent das Risiko, bei einer Anschlussfinanzierung höhere Zinsen in Kauf nehmen zu müssen. © Fotolia.de / denphumi

  • Der Bundesgerichtshof entschied in einem aktuellen Urteil, dass ein Wohnungseigentümer nur dann einen Aufzug einbauen darf, wenn alle Eigentümer ihre Zustimmung gegeben haben. Dies gilt auch, wenn er die Kosten für die Installation selbst übernehmen will (AZ V ZR 96/16). Im vorliegenden Fall hatten die Mitglieder einer Wohnungseigentümergemeinschaft über die Installation eines Aufzugs gestritten. Ein 80jähriger Eigentümer wollte diesen einbauen lassen, um eine Wohnung im fünften Stock besser erreichen zu können. Neben den altersbedingten Einschränkungen würde der Aufzug ebenfalls die Betreuung seiner behinderten Enkeltochter wesentlich erleichtern. Die anderen Mitglieder lehnten dies jedoch mehrheitlich ab. Der Bundesgerichtshof stimmte nun aktuell den anderen Eigentümern zu, da eine einheitliche Zustimmung für den Einbau erforderlich ist. Der Aufzug wäre ein erheblicher Eingriff in das Gemeinschaftseigentum, wohingegen eine Rollstuhlrampe oder ein Treppenlift geduldet hätte werden müssen. © Fotolia.de / hywards