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  • Eine mit Efeu, wildem Wein oder Kletterrosen begrünte Fassade sieht nicht nur toll aus und schafft ein angenehmes Wohnklima, sie wird sogar von vielen Städten und Kommunen mit einem kleinen, wachstumsfördernden Zuschuss unterstützt - beispielsweise in Hannover mit bis zu 3.500 Euro an Zulagen. Allerdings sollte die Planung stimmen, denn es gibt selbstkletternde Pflanzen wie Efeu, die für Fassaden mit Außendämmung ungeeignet sind. Auch sollten für Pflanzen wie beispielsweise Blauregen oder Kletterrosen besser Kletterhilfen verwendet werden, die ca. 15 bis 35 Euro je Quadratmeter kosten. Hausbesitzer sollten sicherheitshalber vorher die Bausubstanz prüfen lassen und die Eignung der Pflanzen abklären. So verhindern sie, dass die Wurzeln in Fugen und Risse wachsen. © Fotolia.de / ponsulak

  • In der ersten Jahreshälfte 2016 ist Strom für viele Verbraucher teurer geworden, wohingegen die Gaspreise zum Ende der Heizperiode leicht gesunken sind. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Auswertung des Verbraucherportals Verivox. 239 von 834 Grundversorgern haben laut Verivox seit Anfang 2016 die Preise um rund 3 Prozent im Schnitt angehoben. 79 Grundversorger hätten jedoch auch die Preise um durchschnittlich etwas mehr als 2 Prozent gesenkt. Der Verivox-Verbraucherpreisindex Strom lag im Dezember 2015 bei 1.098 Euro für 4.000 kWh Strom und liegt derzeit bei 1.113 Euro, was einer Erhöhung von rund 1,4 Prozent entspricht. Im Verivox-Verbraucherpreisindex Strom werden Angebote der örtlichen Grundversorger und überregionaler Anbieter berücksichtigt. Nur 24 von 709 Grundversorgern haben seit Anfang 2016 hingegen Gaspreiserhöhungen angekündigt. Rund 4 Prozent soll im Durchschnitt die Erhöhung betragen. Demgegenüber stehen 318 Preissenkungen seit Januar 2016 um durchschnittlich 5 Prozent. Für den bundesweiten Durchschnitt beim Verivox-Verbraucherpreis Gas bedeutet das eine Senkung von knapp 2 Prozent seit Dezember 2015. © PhotoDune.net / Primus1

  • Eine Wohnungsmieterin wollte ihre Wohnungstür von außen verschönern und hatte deshalb ein Schild angebracht, auf dem das Wort "Willkommen" stand und an dem sich unten ein Kranz mit einer Blume befand. Der Vermieterin war dieses Schild ein Dorn im Auge und sie verlangte die Entfernung. Der Mietvertrag schrieb vor, dass alle Schilder außer Namensschilder an den üblichen Stellen, Aufschriften und Gegenstände jeglicher Art in gemeinschaftlichen Räumen und am Gebäude bzw. auf dem Grundstück die Zustimmung des Vermieters erfordern. Damit habe die Vermieterin jeglichem Streit und sämtlichen Abgrenzungsfragen vorbeugen wollen. Auch argumentierte sie, dass leerstehende Wohnungen besser bei einem gepflegten und neutralen Treppenhaus vermietet werden können. Das LG Hamburg gab jedoch der Mieterin Recht, die Schild und Dekoration nicht entfernen musste (AZ 333 S 11/15). Es lag kein vertragswidriger Gebrauch der Mietsache vor, die Interessen der Vermieterin überstiegen nicht die der Mieterin, so dass die Klägerin nicht verpflichtet war, dem Anbringen der Dekoration zuzustimmen. Auch hat sich die Nutzung der Außenseite der Wohnungstür im Laufe der Jahrzehnte gewandelt und die Dekoration beispielsweise zu Ostern oder Weihnachten sei inzwischen durchaus üblich. Das Treppenhaus konnte seine Funktion weiter erfüllen und es hatten sich auch keine anderen Mieter bei der Vermieterin beschwert. © Fotolia.de / luther2k

  • Die Zinsen sind historisch günstig, es winken attraktive staatliche Fördermittel und der Kauf eines Eigenheims ist für viele in greifbare Nähe gerückt. Dennoch sollte eine Immobilienfinanzierung gut geplant sein, denn zum Kaufpreis kommen noch nicht unerhebliche Nebenkosten hinzu. Immobilien, die älter sind, erfordern außerdem oft teure Reparaturen oder Sanierungen. Wer ein Haus oder eine Wohnung kaufen möchte, sollte unbedingt im Vorfeld auch folgende Kosten einkalkulieren: Notar Eintragung in das Grundbuch Grunderwerbsteuer Umzugskosten unter Umständen eine Maklercourtage © PhotoDune.net / fantazista

  • Wird ein Mietvertrag über eine Wohnung in einem Mehrfamilienhaus abgeschlossen, in dem sich ein Aufzug befindet, gehört dieser zum vertraglich vereinbarten Zustand der Mietsache und darf vom Vermieter nicht ersatzlos entfernt werden. Dies entschied das AG München (AZ 425 C 11160/15). Die Mieterin einer Wohnung hatte von ihrer Vermieterin den (Wieder-)Einbau eines Personenaufzuges verlangt, der sich seit Beginn des Mietverhältnisses im Jahr 1976 in dem Mehrfamilienhaus befunden hatte. Die inzwischen 82-Jährige und zu 100 Prozent schwerbehinderte Frau konnte ohne den Aufzug ihre Wohnung im 4. Obergeschoss nicht mehr verlassen. Der Aufzug war Ende Januar 2015 aufgrund von sicherheitstechnischen Mängeln außer Betrieb genommen worden. Eine TÜV-Untersuchung verbot die Personenbeförderung, da keine Notrufvorrichtung installiert war. Die Mieterin machte ab Februar 2015 eine Mietminderung von 50 Prozent geltend. Die Vermieterin ließ im Sommer 2015 den Aufzug ausbauen. Das Gericht urteilte: Es muss wieder ein Aufzug bis ins 4. Oberschoss eingebaut werden. Der Personenaufzug war zu Beginn des Mietverhältnisses vorhanden und gehörte zum vertraglich vereinbarten Zustand der Mietsache, der von der Vermieterin wieder hergestellt werden muss. © Fotolia.de / hywards

  • Jede Wohnungseigentümergemeinschaft braucht einen Verwalter. Der sorgt unter anderem für die bauliche Instandhaltung der Anlage und ist der Eigentümergemeinschaft vertraglich verpflichtet, erläutert der Verband Privater Bauherren (VPB). Allerdings nehmen es nicht alle Wohnungsverwalter so genau mit ihren Pflichten. Vor allem junge Eigentümergemeinschaften, die sich untereinander noch nicht kennen, erleben gelegentlich böse Überraschungen: Sobald nach fünf Jahren der Verwalter wechselt, entdeckt der neue Verwalter Baumängel, die längst hätten beseitigt werden müssen, die der noch vom Bauträger eingesetzte Verwalter aber ignoriert, wenn nicht sogar verschleppt hat. Grund dafür ist die Gewährleistungsfrist: Innerhalb der ersten fünf Jahre müssen alle Mängel, die entdeckt werden, noch vom Bauträger auf dessen Kosten beseitigt werden. Alles, was danach ans Tageslicht kommt, geht – von einigen Ausnahmen abgesehen – zu Lasten der Gemeinschaft. Zwar können die Eigentümer eventuell gerichtlich gegen den ehemaligen Verwalter vorgehen, aber das dauert. Besser ist es, noch vor Ablauf der Gewährleistung einen Bausachverständigen mit der gründlichen Baukontrolle zu beauftragen. Der Gesetzgeber hat inzwischen übrigens das Wohnungseigentumsgesetz (WEG) geändert: Laut § 26 Abs. 1 Satz 2 WEG darf der erste Verwalter nur noch für drei Jahre bestellt werden, also nicht mehr für die gesamte Dauer der Gewährleistungsphase. Die Gemeinschaft muss allerdings auch von ihren Rechten Gebrauch machen und den Verwalter rechtzeitig wechseln. Quelle: Verband Privater Bauherren © Fotolia.de / M.EBARDT

  • Wer sich schon einmal mit dem Kauf einer denkmalgeschützten Immobilie beschäftigt hat weiß, sie sind schön aber teuer. Denn zum Kaufpreis kommen in der Regel noch hohe Kosten für die Renovierung und Sanierung hinzu. Mit den nachfolgenden Tipps lassen sich diese Kosten bei der Steuer zu einem nicht unerheblichen Teil kompensieren. Möglich ist das durch die richtige Abschreibung. Damit können die Kauf- und Sanierungskosten über mehrere Jahre hinweg verteilt beim Finanzamt geltend gemacht werden. Abhängig vom persönlichen Steuersatz sind bis zu 42 Prozent drin. Regulär ist eine Immobilie über 50 Jahre abzuschreiben, wobei der Kaufpreis anteilig, ohne Grundstück über einen Zeitraum von 50 Jahren verteilt wird. Die Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung werden jährlich um ein Fünfzigstel (2 Prozent) gemindert. Denkmalgeschützte Immobilien hingegen, die vor 1925 gebaut wurden, dürfen über 40 Jahre mit jährlich 2,5 Prozent abgeschrieben werden - allerdings nur, wenn sie vermietet oder verpachtet sind. Wer eine denkmalgeschützte Immobilie selbst nutzt, darf den Kaufpreis nicht abschreiben. Eigentümer einer unter Denkmalschutz stehenden Immobilie erhalten auch finanzielle Erleichterungen, wenn sie diese sanieren und nutzbar machen. Ist sie vermietet, können in den ersten acht Jahren 9 Prozent der Sanierungskosten abgeschrieben werden, in den darauffolgenden vier Jahren dann noch 7 Prozent. Selbstnutzer, die ihre denkmalgeschützte Immobilie modernisieren, dürfen über zehn Jahre jeweils 9 Prozent der Sanierungskosten abschreiben. © Fotolia.de / mitifoto

  • Die Mülltonnen sind überfüllt, Blumenbeete werden nicht gepflegt, die Heizungsanlage ist nicht richtig ausgesteuert - diese und viele weitere Ärgernisse gehören zum Alltag von Wohnungseigentümern. Klären lassen sie sich am besten auf der jährlichen Eigentümerversammlung wie Wohnen im Eigentum e.V. (WiE) weiß. Der Verband gibt hilfreiche Tipps, wie ein Anliegen auf die Tagesordnung der Versammlung kommt. Generell kann jeder Eigentümer direkt beim Verwalter oder beim Verwaltungsbeirat beantragen, dass bestimmte Themen auf die Tagesordnung gesetzt werden. Drei Voraussetzungen müssen jedoch erfüllt sein. Der Antrag muss rechtzeitig bis zwei Wochen vor dem Versammlungstermin eingehen und der Verband empfiehlt, wenigstens vier Wochen vorher mit dem Verwalter Kontakt aufzunehmen, damit dieser ausreichend Zeit hat, alles vorzubereiten. Eingereicht werden sollte der Antrag schriftlich als Beschlussantrag.   Das betreffende Anliegen muss ordnungsgemäßer Verwaltung entsprechen und vernünftig, wirtschaftlich sowie im Interesse aller Eigentümer sein.   Der beantragte Tagesordnungspunkt darf nicht rechtsmissbräuchlich sein, wie WiE betont. Ein solcher Fall läge beispielsweise vor, wenn Eigentümer mehrere Tagesordnungspunkte beantragen, die so umfangreich sind, dass ihre Klärung mehrere Stunden dauern würde. Weigert sich der Verwalter trotz erfüllter Kriterien, den Tagesordnungspunkt aufzunehmen, bleibt nur der Gang vors Gericht - in der Regel eine langwierige und kostspielige Angelegenheit. Schafft es allerdings ein Viertel der Eigentümer, sich zusammenzuschließen, können sie gemeinsam eine gesonderte Eigentümerversammlung beantragen, die das Ziel hat, ihr Anliegen zu besprechen. Befürchten Eigentümer Schwierigkeiten, ihr Anliegen auf die Tagesordnung zu bekommen, sollten sie sich frühzeitig Mitstreiter suchen. Verwalter, die sich dem Willen einer Mehrheit gegenübersehen, sind laut WiE in der Regel bereit, ihn zu erfüllen. © PhotoDune.net / copperpipe

  • Wer eine Immobilie kaufen, bauen oder sanieren möchte, kann sich dafür attraktive Fördermittel von der staatlichen KfW-Förderbank sichern. Das KfW-Programm 151 beispielsweise fördert die Komplettrenovierung eines Eigenheims, so dass es zum Beispiel für die Erneuerung der Wärmedämmung und Optimierung der Heizungs- und Lüftungsanlage bis zu 10.000 Euro gibt. Für einzelne Maßnahmen wie neue Türen, Fenster und Dachisolierungen wird ein Kredit von bis zu 50.000 Euro bereitgestellt. Auch der altersgerechte Umbau wird von der KfW unterstützt und mit einem Darlehen von bis zu 50.000 Euro gefördert. Dazu zählen unter anderem die Entfernung von Schwellen oder Erweiterung von Türen. Die aufgeführten Förderungen können darüber hinaus mit dem Wohneigentumsprogramm 124 kombiniert werden. Anträge auf Fördermittel und Zuschussanträge müssen immer vor Umbaubeginn eingereicht werden. © Fotolia.de / GaToR-GFX

  • Die Eigentümerin einer Wohnung hatte Anfechtungsklage gegen Beschlüsse über den Kauf eines Grundstückes und die damit verbundene Kostenverteilung erhoben. Zur Wohnanlage gehörten 31 Einheiten aber nur sechs PKW-Stellplätze, die verschiedenen Wohnungen zugeordnet waren. Die restlichen 25 Wohnungen hatten ihre Stellplätze auf dem Nachbargrundstück, das bei der Teilung im Jahr 1982 ebenfalls dem teilenden Eigentümer gehörte. Da er sich öffentlich-rechtlich verpflichtet hatte, der Wohnungseigentümergemeinschaft die Stellplätze zur Verfügung zu stellen, nutzten die Wohnungseigentümer diese seitdem. Nach dem Verkauf des Nachbargrundstückes wollte die neue Eigentümerin eine weitere unentgeltliche Nutzung nicht und bot es deshalb der WEG zum Kauf oder zur Miete an. Mit Stimmenmehrheit beschlossen die Wohnungseigentümer den Kauf durch die Wohnungseigentümergemeinschaft für maximal 75.000 Euro. 15 Prozent der Kosten sollten alle Eigentümer nach Wohneinheiten tragen, 85 Prozent nur die Eigentümer der Wohnungen mit Stellplätzen auf dem Nachbargrundstück. Der BGH wies die Anfechtungsklage ab, denn die Wohnungseigentümer hätten die erforderliche Beschlusskompetenz und können grundsätzlich den Kauf eines Grundstückes durch die Gemeinschaft als (teils)rechtsfähigen Verband beschließen. Auch habe der Erwerb des Nachbargrundstückes ordnungsmäßiger Verwaltung entsprochen. (AZ V ZR 75/15) © Fotolia.de / mrgarry

  • Mehr als zwei Millionen Solarwärmeanlagen sind laut Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie (BDH) und Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) in der Bundesrepublik in Betrieb. Rund 100.000 wurden allein im letzten Jahr installiert. Zwar ging der Kollektorabsatz 2015 um rund 10 Prozent zurück, weil die Ölpreise so niedrig waren. Im letzten Quartal drehte die Nachfrage allerdings wieder ins Plus. Aufgrund deutlich verbesserter staatlicher Zuschüsse und einer Optimierung des Neubau-Wärmestandards hoffen beide Verbände für 2016 auf eine weitere Marktbelebung. BDH und BSW-Solar gehen davon aus, dass mit der Anhebung der Anforderungen in der Energieeinsparverordnung zu Beginn diesen Jahres die Solartechnik jetzt zum neuen Heizstandard wird. © PhotoDune.net / manfredxy

  • Eigentumswohnungen sind beliebt, neue wie alte. Wer eine Altbauwohnung kaufen möchte, der sollte sie vorab prüfen, empfiehlt der Verband Privater Bauherren (VPB). Neben der Ortsbesichtigung mit einem unabhängigen Bausachverständigen, sollten sich die Käufer auch die Umgebung näher anschauen. Am besten, sie besuchen die Immobilie mehrfach: Am Tag ist die Nachbarschaft gut zu erkennen. Dann zeigt sich auch, wie die Lichtverhältnisse im Haus sind, und ob der Blick vom Balkon wirklich nur ins Grüne schweift oder ob da doch ein Hinterhof mit Gewerbe stört. Unentbehrlich ist auch eine Besichtigung nach Feierabend und am Sonntag. Dann sind alle Bewohner daheim. Der Interessent merkt schnell, wie hellhörig die Bausubstanz ist. Das ist wichtig, so der VPB, denn Schallschutz lässt sich nur schwer nachrüsten. Sind schon bei der Besichtigung Waschmaschinen, Klaviere, Aufzug, Toilettenspülungen und fröhlich trappelnde Kinder störend laut, sollten die Interessenten besser ein anderes Objekt suchen. Eine Besichtigung am Abend zeigt auch, ob es rund ums Haus Parkplätze gibt und wer sich abends so auf den Straßen tummelt. Am Feierabend sind auch die Nachbarn zu Hause, und die sollten Kaufinteressenten unbedingt besuchen. Zum einen muss man mit diesen Menschen auskommen, zum anderen wissen die Nachbarn oft Interessantes übers Haus zu erzählen. Sie sind die richtigen Ansprechpartner wenn es um den Umgang miteinander und die Gepflogenheiten im Haus geht. Schließlich wollen die Käufer sich ja auch wohlfühlen im neuen Heim. Quelle: Verband Privater Bauherren (VPB) © Fotolia.de / peshkova

  • Verwalter von Wohnungseigentumsgemeinschaften (WEG) sind für die Eigentümer tätig und müssen unter anderem die Jahresabrechnung erstellen. Für kaufmännisch weniger fitte Eigentümer ist sie laut Verband Wohnen im Eigentum e.V. (WiE) häufig ein Buch mit sieben Siegeln. WiE hat deshalb sechs goldene Regeln zusammengestellt, die Eigentümern und Verwaltungsbeiräten helfen sollen, die Jahresabrechnung schon in Grundzügen zu prüfen.   Jede Zahlung muss belegbar sein, so dass Eigentümer und Verwaltungsbeiräte Wert auf eine ordentliche Buchführung legen sollten. Wenigstens größere Zahlungen aber auch weitere Stichproben sollten kontrolliert werden. Da Kopien auch gefälscht sein können, sollten Rechnungen, Kontoauszüge und weitere Unterlagen nicht nur als Original existieren, sondern dieses auch bei der Prüfung vorgelegt werden. Schnell testen lässt sich zum Beispiel, ob die Gesamteinnahmen und -ausgaben, die in der Jahresabrechnung aufgeführt sind auch wirklich mit dem realen Kontostand am Jahresende übereinstimmen. Unklarheiten oder Unregelmäßigkeiten müssen dann mit der Verwaltung geklärt werden. Da die Jahresabrechnung aus mehreren Teilen besteht, müssen die Überträge übereinstimmen. Oft tauchen beim Nachrechnen Rechenfehler auf, die teuer werden können. Es sollte auf jeden Fall kontrolliert werden, ob Rückstände durch nicht gezahltes Hausgeld erfasst und vom Verwalter zügig und nachhaltig eingetrieben werden. Auch die Höhe der Rücklagen muss geprüft werden sowie gegebenenfalls, weshalb der tatsächliche Bankkontenstand von der erwarteten Summe abweicht. © Fotolia.de / wladi

  • Wer in seiner diesjährigen Steuererklärung handwerkliche Leistungen absetzen möchte, der muss dem Finanzamt ordentliche Rechnungen der Handwerksbetriebe vorlegen. Daran erinnert der Verband Privater Bauherren (VPB). Die Rechnung muss den vollständigen Namen und die Anschrift von Unternehmen und Auftraggeber tragen. Art und Umfang der Bau- oder Handwerksleistung müssen eindeutig bezeichnet sein, ebenso der Zeitpunkt der Leistung. Materialkosten und Lohnkosten müssen aufgeschlüsselt werden, denn die Materialkosten sind beispielsweise nicht absetzbar. Für die 2015 ausgestellten Rechnungen zieht das Finanzamt 20 Prozent von maximal 6.000 Euro von der Steuerschuld ab. Das entspricht einer Ersparnis von maximal 1.200 Euro im Jahr. Die meisten seriösen Firmen weisen den abzugsfähigen Betrag unter ihren Rechnungen separat aus. Mehr dazu im kostenlosen VPB-Ratgeber Handwerkerleistungen. Quelle: Verband Privater Bauherren (VPB) © wavepoint GmbH & Co. KG

  • Wie eine Studie des Verbraucherportals Verivox zeigt, sind die Kaufpreise für Immobilien in Berlin, Hamburg, München, Köln und Frankfurt binnen einen Jahres fast doppelt so stark gestiegen wie die Mietpreise in den untersuchten Städten. Während der Preisanstieg für Käufer in den fünf größten deutschen Städten von Januar 2015 bis Januar 2016 durchschnittlich 4,9 Prozent betrug, waren es laut Verivox für Mieter nur 2,7 Prozent. Köln belegt beim Kaufpreisanstieg mit 10,7 Prozent den ersten Platz. Hamburg sichert sich mit 7 Prozent Platz 2, gefolgt von München mit 5,2 Prozent und Berlin mit 4,9 Prozent. Gegenläufig entwickelte sich der Trend in Frankfurt, hier gab es eine Preissenkung von 3,1 Prozent. Käufer in München zahlen nach wie vor die höchsten Preise für Immobilien. Erwerber, die im Januar 2016 Eigentum kauften, zahlten durchschnittlich 4.266 Euro pro Quadratmeter und damit im Schnitt 187 Euro mehr als im Januar 2015. Laut dem Statistischen Bundesamt fallen für eine durchschnittlich große Wohnung mit 91 Quadratmetern jetzt 17.017 Euro mehr an. Mieter zahlten im Januar 2016 in den fünf größten deutschen Städten im Durchschnitt 12,40 Euro pro Quadratmeter und damit für eine 91-Quadratmeter-Wohnung Mehrkosten von 36,40 Euro. © Fotolia.de / denphumi

  • Kaum ist zum 1. November 2015 das neue Meldegesetz in Kraft getreten, das Vermieter verpflichtet, Mietern sowohl den Ein- als auch den Auszug zu bestätigen, wird es schon wieder geändert. Um Scheinanmeldungen zu verhindern, sollten Mieter die Bescheinigung des Vermieters dem Einwohnermeldeamt vorlegen. Der neue "Entwurf eines Ersten Gesetzes zur Änderung des Bundesmeldegesetzs und weiterer Vorschriften" sieht nun vor, dass Vermieter die Bescheinigung nur noch beim Einzug ausstellen müssen. Auch soll der Entwurf Klarheit zum Inhalt der Wohnungsgeberbestätigung bringen. Wenn Wohnungsgeber und Eigentümer nicht übereinstimmen, soll künftig nur noch der Name des Eigentüms, nicht jedoch seine Adresse genannt werden müssen. Hinzu kommen Name und Anschrift des Wohnungsgebers. Mit dem Gesetzesentwurf ist dann auch klar, dass der Wohnungsgeber die Bestätigung zwar auch elektronisch an die Meldebehörde senden kann, dem Mieter muss er sie jedoch schriftlich vorlegen. Der Entwurf sieht vor, dass die Neuregelungem zum 1. November 2016 in Kraft treten, muss aber vorher noch durch den Bundesrat und das parlamentarische Gesetzgebungsverfahren durchlaufen. © Fotolia.de / hywards

  • Stellen Bauherren Mängel an der erworbenen Eigentumswohnung fest, müssen sie nicht hinnehmen, dass ihnen das Eigentum erst dann vom Bauträger überschrieben wird, wenn der Kaufpreis komplett gezahlt wurde. Das bestätigt eine Entscheidung des OLG Hamburg (AZ 9 U 35/14). Ein Käufer von zwei Eigentumswohnungen hatte die Zahlung des Restkaufpreises verweigert, weil Mängel an der Alarmanlage bestanden und deshalb sein Leistungsverweigerungsrecht geltend gemacht. Während der Bauträger verlangte, dass der hinterlegte Restkaufpreis freigegeben werde, forderte der Käufer die Eigentumsumschreibung. Das Gericht entschied zugunsten des Käufers und verpflichtete den Bauträger zum Umschreiben der Immobilie. Begründung: Die Kosten zur Beseitigung der Mängel seien höher als der Restkaufpreisanspruch (noch 10 % des Gesamtkaufpreises) einschließlich eines Druckzuschlages. Dann kann der Bauträger nicht auf sein Zurückbehaltungsrecht pochen und die Umschreibung verweigern. Das Interesse des Käufers würde in der Gesamtabwägung überwiegen. Für eine solche Zwangsverpflichtung der Umschreibung sind jedoch nicht immer alle Voraussetzungen erfüllt und es empfiehlt sich eine vorherige juristische Prüfung. Der Käufer hat alternativ die Möglichkeit, nach einer ergebnislos verstrichenen Frist zur Mängelbeseitigung gegenüber dem Bauträger die Aufrechung des Restkaufpreises mit den voraussichtlichen Mängelbeseitigungskosten zu erklären. © Fotolia.de / Andreas Schulze

  • Vorweg zunächst eins: Gartenbesitzer, auf bzw. in deren Erde sich ein Maulwurf niedergelassen hat, sollten sich eigentlich geschmeichelt fühlen, denn die kurzsichtigen Untermieter fühlen sich nur dort wohl, wo die Erde gesund und fruchtbar ist. Wer allerdings unzählige Erdhügel gegen dieses Kompliment abwägen muss, sagt ihnen in der Regel lieber den Kampf an. Leichter gesagt als getan, denn eigentlich darf der Maulwurf nicht mal gestört werden. Trotzdem gibt es Möglichkeiten, den Winzling auf natürliche Art hinauszukomplimentieren. Laut Bundesartenschutzverordnung zählt der Maulwurf zu den besonders geschützten Tierarten in Deutschland und darf somit weder gejagt noch verletzt geschweige denn getötet werden. Wer ein paar Tage Zeit und etwas Geduld hat, kann aber die extrem sensible Nase des Maulwurfs nutzen, um ihn zu vergraulen. Ökologische Vergrämungsmittel wie Seifenlauge, Knoblauch, Jauche oder Zitrusöle, die in die Gänge oder den Hügel gegossen werden, stinken dem kleinen Kerl nämlich gewaltig und führen dazu, dass er sich früher oder später vom Acker oder Rasen macht. Ein Fluchtweg sollte dem Winzling dabei jedoch unbedingt gelassen werden. Das Vergrämungsmittel wird von der Mitte oder einer der Seiten der betroffenen Rasenfläche aus in die Gänge bzw. Maulwurfshügel eingebracht. Diese Prozedere wird am nächsten Tag 1,50 Meter von der ersten Stelle entfernt wiederholt, am darauffolgenden Tag entsprechend weiter erneut und so fort, bis der ungeliebte pelzige Untermieter den Räumungsbescheid versteht und sein Zuhause aufgibt. © Fotolia.de / wladi

  • Zerbrochene Scheiben, zerschlagene Bodenfliesen, feuchte und schimmlige Wände - eine Vermieterin hatte mit dem Kauf ihrer vermieteten Wohnung kein Glück, denn als die Mieterin auszog, hinterließ sie ein Chaos. Die 20.000 Euro, welche die Vermieterin für die Beseitigung der Schäden zahlte, machte sie steuerlich geltend. Das Finanzamt erkannte die Kosten aber nur als anschaffungsnahe Herstellungskosten an und stufte sie so als Teil vom Kaufpreis ein. Entsprechend hätte die Vermieterin die 20.000 Euro über fünf Jahre zusammen mit dem Kaufpreis abschreiben sollen - und jährlich nur 400 Euro absetzen können. Die Kosten zur Beseitigung von Schäden sind laut Finanzgericht Düsseldorf jedoch keine anschaffungsnahen Herstellungskosten (AZ: 11 K 4274/13) und die Klägerin bekam Recht. Die Schäden seien erst eingetreten, nachdem die Immobilie bereits Eigentum der neuen Käuferin war und könnten somit sofort abgesetzt werden. © fotolia.de / Klaus Wagenhaeuser

  • Wohnen im Eigentum und zur Miete in deutschen Großstädten ist in den letzten fünf Jahren relativ gesehen günstiger geworden. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW). Laut IW profitieren davon aber meist nur Wohlhabende. Arbeitssuchende, Studenten sowie Auszubildende werden durch die Wohnkosten stärken belastet als früher. Menschen, die hohe Ersparnisse beiseite gelegt haben, profitieren nicht nur bei den Mieten, sondern auch beim Kauf von Wohneigentum. Banken geben oft erst bei einem Eigenkapital von 50.000 Euro und mehr eine Darlehenszusage. Das IW empfiehlt deshalb der Politik, über staatlich garantierte Kredite nachzudenken, denn nur dann könne auch Geringverdienern der Wohnungs- oder Hauskauf ermöglicht werden. Real gerechnet, ist seit 2010 sowohl Mieten als auch Kaufen erschwinglicher geworden. Mit Ausnahme von Berlin und Stuttgart sanken die Nettokaltmieten in den sieben analysierten Großstädten im Verhältnis zur Kaufkraft. Die Preise für den Kauf von Wohneigentum sind laut IW-Studie in allen sieben untersuchten Städten gesunken. Dennoch liegen die Kauf- und Mietpreise in den Großstädten nach wie vor über dem Bundesdurchschnitt. Selbst bereinigt um die Kaufkraft müssen Münchner Mieter über 50 Prozent mehr zahlen. Auffällig: Kaufen ist laut den Ergebnissen der Studie wegen der gesunkenen Zinsen inzwischen deutlich günstiger als Mieten. Auf rund ein Drittel ist der Preisvorteil in den letzten fünf Jahren gestiegen. In Berlin, Frankfurt am Main und Hamburg bleibe Kaufen sogar günstiger als Mieten, wenn die erwarteten Wertsteigerungen der Grundstücke herausgerechnet werden. © Fotolia.de / denphumi