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  • Besitzt ein Vermieter einen Räumungstitel, kann er seinem Mieter per einstweiliger Verfügung untersagen, die Räumlichkeiten an Dritte weiterzuvermieten. Insbesondere, wenn befürchtet wird, dass der Mieter die Räumung durch die Untervermietung verhindern will (AZ 7 W 1375/17). Im aktuellen Fall hatte die Vermieterin einer Gaststätte ein Räumungsurteil gegen ihre Mieterin erwirkt. Die Räumung durch den Gerichtsvollzieher ist jedoch fehlgeschlagen, da dieser lediglich einen Untermieter angetroffen hatte. Die Vermieterin war jedoch der Auffassung, dass es sich bei dem Mietvertrag um ein Scheingeschäft handelte. Sie legte bei Gericht Beschwerde ein und strebte eine einstweilige Verfügung gegen die Beklagte an. Das Oberlandesgericht München entschied nun zu Gunsten der Vermieterin. Durch die Übertragung des Besitzes der Räumlichkeiten ist eine Erschwerung der Vollstreckung eingetreten. Die vorgetragenen Umstände sprechen dafür, dass der Untermietvertrag nur zum Schein abgeschlossen wurde. © fotolia.de / hywards

  • Eigentümerversammlungen sind das entscheidende Gremium einer Wohnungsgemeinschaft. Aus diesem Grund müssen sie sorgfältig vorbereitet werden und Formalitäten einhalten. Bereits in der Einladung müssen wesentliche Informationen enthalten sein, teilt der Infodienst Recht und Steuern der LBS aktuell mit. Die Experten beziehen sich dabei auf einen aktuellen Fall, in dem die Bepflanzung auf einer Sondernutzungsfläche in einer Eigentümergemeinschaft zur Debatte stand. In der Einladung war jedoch nicht von einer Abstimmung die Rede, weswegen die abwesenden Eigentümer von dem Beschluss der Versammlung überrascht waren und dagegen vorgingen. Das Gericht entschied im Sinne der Kläger. Eine geplante Beschlussfassung muss in der Einladung zu einer Eigentümerversammlung klar erkennbar sein, ansonsten ist der gefasste Beschluss rechtswidrig. ©

  • Vier von zehn Haushalten in Deutschlands Metropolen müssen mehr als 30 Prozent ihres Nettoeinkommens für die Brutto-Miete ausgeben. Dies hat die Berliner Humboldt-Universität in einer aktuellen Studie herausgefunden. Die finanzielle Belastung durch hohe Mieten ist den Experten zufolge kaum noch tragbar. In Großstädten stellt sich die Lage sogar noch drastischer dar: Laut Studie müssen mehr als eine Million Haushalte in Ballungszentren gut die Hälfte ihres Einkommens für ihre Mietwohnung ausgeben. Besonders betroffen sind Haushalte mit geringem Einkommen. Nach Abzug der Miete liege das Resteinkommen bei etwa 1,3 Millionen Menschen unterhalb der Hartz-IV-Regelsätze. Insgesamt wurden in der Studie 77 Großstädte mit mehr als 100.000 Einwohnern untersucht. In 54 Kommunen gehen die Forscher von einem „angespannten Wohnungsmarkt“ aus. Sie kommen zu dem Schluss, dass Einkommensunterschiede heute nicht mehr abgemildert und der soziale Zusammenhalt nicht mehr gefördert werden. Insbesondere fehlt es den Experten zufolge in Städten an kleinen, günstigen Wohnungen zu bezahlbaren Preisen. © Fotolia.de / luther2k

  • Außentreppen findet man an vielen Gebäuden. Was für jüngere Menschen einen zusätzlichen Zugang zum Haus bedeutet, kann für Senioren später zum Hindernis werden. Daher entscheiden sich viele Eigentümer für die Installation eines Treppen- oder Außenlifts, um möglichst lange in den eigenen vier Wänden wohnen bleiben zu können. Doch gerade Außenlifte sind zeit- und kostenintensiv, informiert aktuell der Verband Privater Bauherren e.V. Während Innen- und Treppenlifte deutlich preisgünstiger liegen und keine Baugenehmigung benötigen, erfordern Außenlifte mehr bürokratischen Aufwand. Handelt es sich um eine Eigentümergemeinschaft, muss der Lift per Beschluss genehmigt und zudem beim Bauamt beantragt werden. Eine Alternative kann beispielsweise eine neue Aufteilung der Wohnbereiche darstellen. In jedem Fall empfehlen die Bauexperten Eigentümern, sich zunächst objektiv beraten zu lassen und sich zudem bei der Baubehörde über die bestehenden Möglichkeiten zu informieren. © Fotolia.de / roxcon

  • Über zwei Millionen Haushalte heizen bereits mit einer Solarwärmeanlage. Jedes Jahr kommen etwa 100.000 Anlagen dazu, teilt der Bundesverband Solarwirtschaft aktuell mit. Dabei tragen sie nicht nur ihren Teil zum Umweltschutz bei, sondern profitieren auch durch niedrigere Heizkosten und sind unabhängig von Öl- und Gaspreisen. Zudem wird der Einbau einer Solarheizung mit mehreren tausend Euro staatlich gefördert. Um interessierte Verbraucher wertvolle Tipps für den Umstieg mit auf den Weg zu geben, haben die Energieexperten aktuell ein umfangreiches Merkblatt entwickelt, das kostenlos zur Verfügung steht. So informiert der Verband beispielsweise über die Qualitätsunterschiede der einzelnen Komponenten und erklärt, woran man gute Kollektoren erkennt. Die Experten erklären außerdem, wie man den richtigen Fachbetrieb zur Installation seiner Anlage findet und inwiefern er sich von anderen, weniger qualifizierten Betrieben unterscheidet. Das Merkblatt ist unter www.solarwirtschaft.de/unsere-themen-solarthermie/verbraucherrat.html zu erreichen und kann kostenlos heruntergeladen werden. © Fotolia.de / zstock

  • In einem aktuellen Urteil entschied das Amtsgericht Wedding, dass ein Vermieter rechtskonform handelt, wenn er den Vater eines Mieters als Bürgen über Mietrückstände informiert. Dies gilt auch, wenn dadurch beispielsweise Familienmitglieder von den Zahlungsausfällen erfahren, die nicht als Bürge eingetragen wurden (AZ 13 C 1001/17). Im vorliegenden Fall hatte ein junger Mieter geklagt, da seine Vermieterin ohne Einverständniserklärung seine Eltern über angefallene Mietrückstände in Höhe von über 1.000 Euro informiert hatte. Er strebte eine Einstweilige Verfügung an, da er sich in seinen Persönlichkeitsrechten verletzt gesehen hat. Zukünftig sollten seine Eltern keine Informationen aus dem Mietverhältnis mitgeteilt werden, so die Forderung. Das Gericht entschied jedoch, dass die Mitteilung der Vermieterin rechtskonform gewesen ist. Die Information der Eltern verletze in keiner Weise seine Persönlichkeitsrechte. Darüber hinaus steht der Vermieterin frei, den Bürgen ihres Mieters – in dem Fall den Vater – über die Mietrückstände zu informieren. © Fotolia.de / hywards

  • Im vergangenen Jahr wurden bundesweit 151.265 Wohnungseinbrüche verzeichnet. Besonderes Augenmerk richteten die Einbrecher dabei auf Einfamilienhäuser und die unten gelegenen Wohnungen von Mehrfamilienhäusern, die einen leichten Zugang versprechen. Wie die Initiative für aktiven Einbruchschutz „Nicht bei mir“ aktuell mitteilt, ist ein sicherer Einbruchschutz bei zahlreichen Wohnungen noch lange nicht selbstverständlich. Doch wer ist im Mietverhältnis für die Sicherheitsmaßnahmen zuständig? Den Sicherheitsexperten zufolge geht die Pflicht des Vermieters eines Mehrfamilienhauses nicht über verschließbare Eingangs- und Wohnungstüren hinaus. Es gilt der sicherungstechnische Zustand des Zeitpunkts der Besichtigung. Weitergehende Einbruchssicherungen sind demnach Sache des Mieters. Entscheidend ist, alle Maßnahmen mit dem Vermieter abzusprechen und schriftlich festzuhalten. Allerdings kann der Mieter besondere Sicherheitsvorkehrungen beantragen, wenn es zu mehreren Einbrüchen oder Einbruchsversuchen gekommen ist. In jedem Fall sollte eine geprüfte Sicherheitstechnik immer von Fachmann installiert werden. Weitere Informationen sind unter www.nicht-bei-mir.de erhältlich. © Fotolia.de / peshkova

  • Wie der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie aktuell mitteilt, rechnen die Unternehmen in diesem Jahr mit der Fertigstellung von 320.000 Wohnungen. Dem Statistischen Bundesamt zufolge konnte die Baubranche im Vorjahresvergleich damit über 40.000 Wohnungen mehr verzeichnen. Auch die Aufträge und der Umsatz stiegen laut Verband im ersten Halbjahr um rund 5,5 beziehungsweise 10,2 Prozent – ein Rekord-Halbjahreswert in den letzten 20 Jahren. Für das zweite Halbjahr 2017 erwarten 93 Prozent der befragten Marktexperten eine positivere oder gleichbleibende Auftragslage. Nichts desto trotz warnen Experten weiterhin vor einer angespannten Situation auf dem Wohnungsmarkt. Mit einer Neubautätigkeit von 400.000 Wohnungen jährlich bleiben die Zahlen trotz Aufwärtstrend nach wie vor hinter dem eigentlichen Bedarf zurück. © Fotolia.de / denphumi

  • Häuser und Wohnungen sind in Städten und Metropolen äußerst begehrt. Laut aktuellen Informationen des Verbands Privater Bauherren e.V. kaufen daher immer mehr Interessenten Bestandsimmobilien im Umland. Doch Bauherren sollten diese Altbauten sorgfältig auf Mängel und Schädlinge überprüfen lassen, um kostenintensive Sanierungen auszuschließen. Ein häufig auftretendes Problem sind Schädlinge wie holzzerstörende Insekten, die meist in alten Häusern nisten. Auch Pilze können sich in Holzkonstruktionen ausbreiten, die über Jahre von Feuchtigkeit durchdrungen wurden. Doch während Nassfäulepilze relativ einfach zu beseitigen sind, richtet der Echte Hausschwamm deutlich mehr Schaden an. Er wächst nicht nur auf Holz, sondern befällt auch Mauerwerk, Dämmstoffe oder Textilien. Der VPB empfiehlt daher, Holzproben bei ersten Anzeichen von Nassfäulepilzen im Labor untersuchen zu lassen. Handelt es sich um den Echten Hausschwamm, muss der Schaden akribisch festgestellt und saniert werden. © PhotoDune.net / gunnar3000

  • Rund 50.000 Mal pro Monat suchen Bauherren einen Berater, Planer oder Begleiter für ihr Sanierungsprojekt in der Datenbank der Deutschen Energie-Agentur (dena). Seit 2011 gibt es die Energieeffizienz-Expertenliste für Förderprogramme des Bundes, die stetig weiterwächst und Bauherren über aktuelle Angebote und Möglichkeiten informiert. Mit einem neuen Online-Auftritt will die dena nun mehr Transparenz und Struktur für Bauherren und Experten schaffen. Besonderes Augenmerk wurde auf die unterschiedlichen Nutzergruppen gelegt, die verschiedene Bedürfnisse haben. So wird beispielsweise künftig zwischen privaten und gewerblichen Bauherren unterschieden und die Suchergebnisse dementsprechend präsentiert. Mit über 13.000 Architekten, Ingenieuren, Technikern und Handwerkern gilt die Expertenliste des Bundes als zuverlässige Recherchequelle für Eigentümer und Investoren. Sie wurde installiert, um die Qualität von geförderten Energieberatungen und energieeffizienten Neubau- oder Sanierungsmaßnahmen sicherzustellen. Weitere Informationen sind unter www.energie-effizienz-experten.de erhältlich. © Fotolia.de / ANDREASSCHULZE

  • Das Landgericht Dortmund entschied in einem aktuellen Urteil, dass es für eine Eigentümergemeinschaft nur ein maßgebendes und grundlegendes Dokument gibt: Die Teilungserklärung. Andere Urkunden seien im Streitfall nicht gültig, teilt der Infodienst Recht und Steuern der LBS kürzlich mit (AZ 1 S 13/15). In der Teilungserklärung legen die Parteien beim Grundbuchamt fest, wie das Eigentum an einem Grundstück aufgeteilt wird. Im vorliegenden Fall hatte eine Partei auf eine Urkunde verwiesen, die eine von der Teilerklärung abweichende Quadratmeterzahl der Wohnungen enthielt. Das Dokument war bei einem Notar hinterlegt und enthielt handschriftliche Anmerkungen. Das Gericht erklärte nun das Dokument für ungültig, da allein die Teilungserklärung die entscheidenden Informationen enthält. Zudem sei nicht ersichtlich, warum der Notar handschriftliche Anmerkungen vorgenommen hat. © Fotolia.de / hywards

  • In einem groß angelegten Vergleich hat Stiftung Warentest 33 flüssige, weiße Wandfarben untersucht. Ihr Augenmerk richteten die Prüfer insbesondere auf den Konservierungsstoffgehalt, der das allgemeine Wohnraumklima nachweislich beeinträchtigen kann. Insgesamt vergaben die Tester 13 Mal ein gutes Qualitätsurteil, darunter an fünf gesundheits- und umweltschonende Farben. Zu einem überraschenden Ergebnis kam Stiftung Warentest jedoch ausgerechnet bei einem Produkt mit dem Etikett „gesundes Wohnempfinden“. Hierbei war die Luft auch nach Tagen noch mit einem Mix aus organischen Chemikalien belastet, die deutlich zu riechen waren. Das Produkt erhielt die Note „mangelhaft“. Zudem wurden einige Produkte abgewertet, die nicht die erwartete Deckkraft aufwiesen, trotz dass sie als "Klasse 1"-Produkt ausgewiesen waren. Der ausführliche Test erscheint in der September-Ausgabe der Zeitschrift „test“ und ist unter www.test.de/wandfarben abrufbar. ©

  • Wie der aktuelle Wohngeld- und Mietenbereicht der Bundesregierung zeigt, sind die Mieten in sogenannten Metropolkernen zwischen 2014 und 2016 enorm angestiegen. Pro Jahr stieg der Mietzins hier um 5,1 Prozent. Kreisfreie Großstädte wiesen dagegen lediglich eine Steigerung von 3,7 Prozent auf. Die regionalen Unterschiede sind dem Bericht zufolge also enorm. Die Gründe für den rasanten Preisanstieg sehen die Analysten in der hohen Attraktivität der Großstädte, die vor allem junge Menschen anzieht. Statistiker rechnen beispielsweise für Frankfurt am Main mit einem Bevölkerungsanstieg bis 2030 von derzeit 715.000 auf 810.000 Einwohner. Dem Bericht zufolge lag die durchschnittliche Nettokaltmiete im Jahr 2016 für Erst- und Wiedervermietungen insgesamt bei 7,65 Euro pro Quadratmeter – in den Metropolkernen wurde dagegen eine Nettokaltmiete von 9,71 Euro verzeichnet. Wie groß die regionalen Unterschiede bei den Mietpreisen sind, zeigt ein Vergleich: Während in München ein Quadratmeterpreis von 15,65 Euro gezahlt wird, mietet man in den Landkreisen Wunsiedel oder Lüchow-Dannenberg mit weniger als 4,30 Euro deutlich günstiger. Die Bundesbank sieht trotz dieser Entwicklung keine Gefahr für eine Immobilienblase, widmet der Entwicklung in den Ballungsgebieten jedoch größte Aufmerksamkeit. © Fotolia.de / alexmillos

  • Am 1. Januar tritt das neue Bauvertragsrecht in Kraft. Die neue Gesetzesregelung bringt privaten Bauherren eine Vielzahl von Vorteilen. Unter anderem beinhaltet sie konkrete Angaben zur Bauzeit, die in der Vergangenheit oft nur sehr vage in Bauverträgen formuliert war. Doch die Frage nach dem Einzugstermin beschäftigt Bauherren von Beginn an und ein Verzug kann erhebliche finanzielle Einbußen mit sich bringen. Der Verband Privater Bauherren e.V. empfiehlt daher, sich bereits heute auf die Regelungen des neuen Bauvertragsrechts zu berufen, auch wenn dieses erst 2018 zur Pflicht wird. Viele Bauunternehmer sind auch bereits heute schon bereit, sich auf verbindliche Angaben zum Zeitpunkt der Fertigstellung einzulassen. Bauherren sollten daher den Bezugstermin bereits in diesem Jahr schon festlegen und ihre Verträge neu verhandeln. Bauherren müssen allerdings im Gegenzug darauf achten, den Bauablauf nicht durch Eigenverschulden zu verzögern. So müssen Unterlagen etwa rechtzeitig beim Bauamt abgeliefert oder die Finanzierung geregelt sein. Ist von Seiten des Bauherren alles organisiert, kann man von Bauunternehmen also im Sinne einer guten Zusammenarbeit vor Inkrafttreten des neuen Gesetzes erwarten, die neuen Vorschriften bereits in diesem Jahr umzusetzen. © Fotolia.de / roxcon

  • Immer mehr Verbraucher produzieren Strom und Wärme auf Basis von alternativen Energien. Laut dem Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) nutzen bereits rund zehn Millionen Eigentümer Solaranlagen für den Energieverbrauch. Seit einigen Wochen verzeichnet der Verband auch immer mehr Mieter, die ein wachsendes Interesse an der Errichtung von Solaranlagen bekunden. Vor diesem Hintergrund hat BSW-Solar eine neue Info-Broschüre herausgegeben, die Stadtwerke und die Immobilienwirtschaft bei der Planung und Umsetzung von Geschäftsmodellen mit Mieterstrom unterstützt. Der Leitfaden beschäftigt sich ausführlich mit den Regeln des neuen Mieterstromgesetzes, gibt konkrete Tipps für die Installation von Photovoltaikanlagen und zeigt auf, mit welcher Investitionssumme die Beteiligten rechnen müssen. Auch Besonderheiten und Erfahrungen aus realen Projektbeispielen sind in der Broschüre zu finden. Anhand von drei Beispielrechnungen wird zudem die Wirtschaftlichkeit der Anlagen aufgezeigt. Abschließend werden die wichtigsten Schritte und Prüffragen auf dem Weg zum eigenen Mieterstromprojekt dargestellt. Der Leitfaden kann auf dem Online-Portal www.pv-mieterstrom.de kostenfrei heruntergeladen werden. © Fotolia.de / zstock

  • In einem aktuellen Urteil entschied das Kammergericht, dass Vermieter einen Nachlasspfleger mit der Räumung einer Mietwohnung beauftragen können, falls die Erben des verstorbenen Mieters nicht aufzufinden sind. Ob es tatsächlich ein Nachlassvermögen gibt, spielt dabei keine Rolle (AZ 19 W 102/17). Im vorliegenden Fall hatte ein Vermieter einen Antrag auf Nachlasspflegschaft gestellt, da er nach dem Tod seines Vermieters keine Erben ausfindig machen konnte. Das Nachlassgericht lehnte den Antrag jedoch ab, da kein Nachlassvermögen vorhanden sei. Der Vermieter reichte jedoch Beschwerde ein, da er seinen Anspruch auf Rückgabe der Mietsache durchsetzen wollte. Das Kammergericht stimmte nun aktuell der Beschwerde zu. Auch wenn kein Nachlassvermögen vorhanden ist, hat der Vermieter das Recht, seinen Anspruch auf Rückgabe der Mietsache geltend zu machen. © Fotolia.de / hywards

  • Die neue Heizsaison steht vor der Tür. Um Brennvorräte für den Kamin aufzustocken, sind die letzten Sommermonate der ideale Zeitpunkt. Denn sinken die Temperaturen, ziehen parallel die Preise für Brennholz deutlich an. Wer jetzt vorsorgt, kann Kosten sparen und ist für die Wintersaison einsatzbereit, teilt der Eigentümerverband Haus & Grund Deutschland aktuell mit. Brennholz gibt es mittlerweile in nahezu allen Baumärkten oder Brennholzhändlern. Wer beim Forstamt einen Sammelschein erwirbt oder gar eine Erlaubnis besitzt, sein eigenes Holz in bestimmten Bereiches des Waldes zu sägen, kann Kosten sparen. Diese Variante ist jedoch um einiges aufwendiger und nur dann interessant, wenn ausreichend belüftete und trockene Lagerfläche zur Verfügung steht. Denn sind die Scheite zu feucht, entsteht übermäßig Qualm im Ofen. Ein Feuchtgehalt von 22 Prozent darf also nicht überschritten werden. Hierzu gibt der Verband einen Tipp: Lässt sich ein Nagel problemlos in das Holz drücken, ist es zu feucht und muss noch einige Zeit gelagert werden. ©

  • Drei Viertel der Deutschen sind offen für Smart Home-Anwendungen. Das hat das Marktforschungsinstitut Splendid Research aktuell bekannt gegeben. Rund 36 Prozent der Teilnehmer haben diverse Funktionen bereits in ihrer Wohnung integriert. Rund 40 Prozent zeigten sich offen für die Thematik. In einer repräsentativen Umfrage wurden 1.021 Deutsche zwischen 18 und 69 Jahren online nach ihrer Meinung gefragt. Auch wenn die meisten der Befragten grundsätzlich offen für intelligente Wohnkonzepte sind, hat sich das Wachstum der Nutzerzahlen zuletzt verlangsamt. Zwar bietet das Smart Home-Segment enormes Potenzial, jedoch verhindert die nach wie vor unübersichtliche Marktsituation sowie Vorbehalte der Verbraucher einen deutlicheren Aufwärtstrend. Insbesondere beschäftigt die Befragten die Sorge um ihre Privatsphäre. Mehr als die Hälfte haben hierzu ihre Bedenken geäußert. Dazu fürchtet ein Drittel der Teilnehmer Angriffe durch Hacker. Auch der Einbau und tägliche Einsatz der Anwendungen wird von vielen Eigentümern noch kritisch gesehen. Die Marktexperten empfehlen Anbietern angesichts dieser Erkenntnisse, ihre Bemühungen auf eine umfassende Aufklärungsarbeit sowie die Vereinfachung der Installation und Bedienung von Smart Home-Systemen zu fokussieren. © Fotolia.de / peshkova

  • In einem Haus muss ständig etwas repariert oder erneuert werden. Ob Fliesen im Bad, ein anderer Bodenbelag oder ein neuer Anstrich im Wohnzimmer – für solche vergleichsweise kleinen Arbeiten suchen die meisten Hausbesitzer inzwischen Handwerker im Netz auf Online-Plattformen und bei Online-Auktionen. Doch der Verband Privater Bauherren e.V. warnt aktuell davor, die Auftragsvergabe lediglich vom Preis abhängig zu machen. Zuvor lohnt sich ein Blick auf den Standort und die Referenzen des Unternehmens. Auch sogenannte Briefkastenfirmen mischen sich immer wieder unter die Anbieter und nutzen die Anonymität des Internets. Dazu kann ein Besuch auf dem Betriebsgelände hilfreich sein, das Handwerksunternehmen richtig einzuschätzen. Bauherren sollten vor diesem Hintergrund stets auf die Seriosität der Betriebe achten, die sie in ihr Haus und ihre Privatsphäre lassen. © Fotolia.de / roxcon

  • Eine Pauschalmiete, die eine Flatrate für Wärme und Stromverbrauch beinhaltet, ist heutzutage eher unüblich. Doch laut dem Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen steigt das Interesse nach einem Rundum-Paket in der Wohnungswirtschaft. Erste Angebote sind bereits auf dem Markt. Was bislang nur aus Studentenwohnheimen bekannt war, stellt für einige Wohnungsbauunternehmen ein interessantes Modell dar. Eine fest vereinbarte Miete enthält demnach eine Flatrate für alle oder Teile der Energiekosten. Die Vorteile: Durch das Wegfallen der Zähler und Abrechnungen in den Wohnungen fallen die Kosten für Abwasser und Heizung deutlich niedriger aus als gewohnt. Laut Mieterbund wird die Zahl der Mietverträge mit Flatrates zukünftig weiter steigen, auch wenn gerade bei Bestandsgebäuden ein solches Mietmodell nur schwer realisierbar ist. Zudem stellt die bestehende Regelung der Heizkostenverordnung, die eine verbrauchsabhängige Abrechnung vorschreibt, ein Hemmnis dar. Prädestiniert für die Pauschalmiete sind Häuser, die durch eine energieeffiziente Bauweise generell sehr wenig Wärme verbrauchen. © Fotolia.de / ponsulak