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  • Der Bundesgerichtshof entschied in einem aktuellen Urteil, dass ein Wohnungseigentümer nur dann einen Aufzug einbauen darf, wenn alle Eigentümer ihre Zustimmung gegeben haben. Dies gilt auch, wenn er die Kosten für die Installation selbst übernehmen will (AZ V ZR 96/16). Im vorliegenden Fall hatten die Mitglieder einer Wohnungseigentümergemeinschaft über die Installation eines Aufzugs gestritten. Ein 80jähriger Eigentümer wollte diesen einbauen lassen, um eine Wohnung im fünften Stock besser erreichen zu können. Neben den altersbedingten Einschränkungen würde der Aufzug ebenfalls die Betreuung seiner behinderten Enkeltochter wesentlich erleichtern. Die anderen Mitglieder lehnten dies jedoch mehrheitlich ab. Der Bundesgerichtshof stimmte nun aktuell den anderen Eigentümern zu, da eine einheitliche Zustimmung für den Einbau erforderlich ist. Der Aufzug wäre ein erheblicher Eingriff in das Gemeinschaftseigentum, wohingegen eine Rollstuhlrampe oder ein Treppenlift geduldet hätte werden müssen. © Fotolia.de / hywards

  • Die Preise für Immobilien werden im Jahr 2017 laut Deutsche Bank Research weiter stabil bleiben. Die Marktexperten gehen zwar davon aus, dass die Hypothekenzinsen aufgrund der gestiegenen US-Zinsen etwas anziehen werden, Häuser und Wohnungen sollten jedoch auch weiterhin erschwinglich bleiben. Denn die positive Einkommensdynamik sowie niedrige Bauzinsen kompensieren das leicht steigende Hypothekenzinsniveau und wachsende Immobilienpreise. Nichts desto trotz gibt es einkommensabhängige Unterschiede: Laut einer aktuellen Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaft Köln (DIW) sind Haushalte mit geringen Einkommen nur schwer in der Lage, in Wohneigentum zu investieren. Rund 300.000 Baugenehmigungen wurden laut Deutscher Bank zwischen Januar und Oktober 2016 in Wohnraum umgesetzt. Allerdings übersteige die Nachfrage mit 350.000 Wohnungen pro Jahr weiterhin das Angebot. © Fotolia.de / CreativStudioHeinemann

  • Wie die Eigentümerschutz-Gemeinschaft Haus & Grund Deutschland aktuell mitteilt, soll die Grundstücksbewertung modernisiert werden und damit das 1935 eingeführte System der Einheitswerte ablösen. Das neue Bewertungsziel soll dabei nicht der Verkehrswert, sondern der Kostenwert werden, der das Investitionsvolumen abbildet. Dieses Investitionsvolumen soll künftig als Indikator für die durch das Grundstück vermittelte Leistungsfähigkeit gelten. Das neue Verfahren wird weitestgehend automatisiert ablaufen und mit den verschiedenen Behörden verbunden sein. Ausgenommen von der Reform bleiben Grundstücke in der Land- und Forstwirtschaft, bei denen der Ertragswert das Bewertungszeil bleibe. Der von Bundesrat eingebrachte Entwurf soll als rechtssichere, zeitgemäße und verwaltungsökonomische Bemessungsgrundlage dienen. Haus und Grund hatte den Beschluss allerdings kritisiert: Eigentümern würde durch das neue Modell eine enorme bürokratische Last aufgebürdet werden. Zudem könnten die Wohnkosten weiter steigen und somit eine Zusatzbelastung darstellen. © Fotolia.de / KlausWagenhaeuser

  • Zu einer nachhaltigen Hausmodernisierung gehört laut Verband Privater Bauherren e.V. ein umfassendes Lüftungskonzept. Ein System gemäß DIN 1946 stellt vor diesem Hintergrund sicher, dass ein ausreichender Luftwechsel im abgedichteten Haus reibungslos funktioniert. Die technische Be- und Entlüftungsanlage ist laut VPB zwar gesetzlich nicht explizit vorgeschrieben, aber viele Hauseigentümer entscheiden sich im Rahmen einer energieeffizienten Sanierung für ein neues System. Wichtig dabei ist es, dass die Anlage zum Haus passt und alle Räume reibungslos belüftet. Aus hygienischen Gründen sollten die Anlagen etwa alle sechs Monate gewartet und Filter ausgetauscht werden. Dies können entweder Handwerksbetriebe oder auch versierte Heimwerker in Eigenregie übernehmen. © Fotolia.de / peshkova

  • Seit dem 1. Januar 2017 können Hauseigentümer wieder Anträge auf staatliche Förderungen für die Installation von Solarstromspeichern stellen. Wie der Bundesverband Solarwirtschaft e.V. aktuell bekannt gibt, rechnet die Bundesregierung mit einer steigenden Nachfrage, da die Installation eines Heimspeichers heute rund 40 Prozent weniger kostet als noch 2013. Zum einen können Eigentümer mit dem Programm (KfW 275) einen zinsgünstigen Kredit sowie einen Tilgungszuschuss in Höhe von 19 Prozent beantragen. Letzterer gilt allerdings nur für das Batteriespeichersystem und kann nicht für die Photovolthaikanlage berücksichtigt werden. Verbrauchern rät BSW, nicht all zu lange mit dem Antrag zu warten, da der Zuschuss ab Juli 2017 bereits wieder auf 16 Prozent gesenkt wird und die Fördermittel begrenzt sind. Im vergangenen Jahr konnten Hausbesitzer bereits im Herbst keine Anträge mehr stellen. © Fotolia.de / zstock

  • In einem aktuellen Urteil entschied das Amtsgericht Flensburg, dass das Aufstellen eines Kinder-Spielhauses zur zulässigen Nutzung des Gartens eines Mietshauses gehört. Im Mietvertrag wurde keine entsprechende Regel verfasst (AZ 69 C 41/15). Im vorliegenden Fall hatte eine Vermieterin von ihrer Mieterin verlangt, ein Spielhaus zu entfernen, das in dem zugehörigen Garten aufgestellt worden war. Sie war der Ansicht, dass dies die ordnungsgemäße Nutzung des Gartens übersteige. Die Mieterin weigerte sich, der Forderung nachzukommen. Das Gericht wies die Klage ab, da aus dem Mietvertrag kein Anspruch auf Beseitigung eines Spielhauses hervorgeht. Hierbei handelt es sich laut Urteil nicht um eine bauliche Veränderung der Mietsache, sondern um eine zeitlich begrenzte Umgestaltung des Gartens, die problemlos wieder beseitigt werden kann. © Fotolia.de / hywards

  • Grundsätzlich gilt bei Glatteis: Grundstückseigentümer müssen ihre Verkehrssicherungspflicht einhalten und dafür Sorge tragen, dass Stolperfallen und Gefahrenstellen beseitigt werden. Ein aktuelles Urteil des Oberlandesgerichts Brandenburg hat allerdings gezeigt, dass nicht jede Stelle mit Glatteis entdeckt werden muss (AZ 2 U 8/07). Im vorliegenden Fall hatte eine Zeitungszustellerin geklagt, da sie am frühen Morgen auf Glatteis ausgerutscht war und sich schwere Verletzungen zugezogen hatte. Der Verkehrssicherungspflichtige hatte ihrer Ansicht nach dafür sorgen müssen, dass die Anliegerstraße frei von Eis und Schnee ist. Sie verlangte Schmerzensgeld. Das Oberlandesgericht Brandenburg lehnte die Klage allerdings ab. Zwar sei der Winterdienst grundsätzlich zu erfüllen, jedoch war in diesem Fall die Glatteisstelle lediglich einen Meter breit und die Ortung und Beseitigung dem Grundstückseigentümer nicht zumutbar. © Fotolia.de / 2xwilfinger

  • Der Wohnungseigentümerverband Haus und Grund Deutschland teilt aktuell mit, dass die Anzahl der energetisch sanierten Wohngebäude deutlich höher ausfällt als bisher angenommen. Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) hatte zuvor festgestellt, dass über 80 Prozent der Wohneinheiten privaten Einzeleigentümern gehören, die eher kleinere Investitionen aus eigener Tasche bezahlen. Vor diesem Hintergrund kritisiert Haus und Grund, dass Sanierungsschritte derzeit nicht gemessen werden und demnach nicht als politische Zielvorgabe geeignet sind. In politischen Debatten wird eine Sanierungsrate von einem Prozent unterstellt, die auf Daten des BBSR aus den Jahren 2005 bis 2008 stammen und eben diese kleineren Maßnahmen wie Heizungsmodernisierungen nicht berücksichtigen. Die Forderung von einer Verdopplung der Sanierungsrate hält Haus und Grund für unbegründet. Die Quote sei wahrscheinlich schon längst erreicht und der Druck auf Hauseigentümer nicht zu rechtfertigten. © Fotolia.de / diego1012

  • Aufgrund der hohen Wohnungsnachfrage konzentrieren sich private Investoren seit Jahren zunehmend auf Eigentumswohnungen in Ballungsgebieten. Doch ob der Kauf einer Wohnung tatsächlich eine gute Investition ist, hängt laut Verband Privater Bauherren (VPB) nicht allein von der boomenden Lage ab. Auch der Zustand des Gemeinschaftseigentums sowie die Vermögensverhältnisse der einzelnen Eigentümer und die Seriosität der Verwaltung können eine entscheidende Rolle in der Wertigkeit der Immobilie spielen. Um all diese Kriterien beurteilen zu können, sollten Kaufinteressenten die Anlage mit Unterstützung von unabhängigen Sachverständigen beurteilen und ebenfalls die Verwalterprotokolle durchgehen. Doch laut VPB verlassen sich viele Kaufinteressenten lediglich auf ihr Bauchgefühl und allgemein bekannte Lageinformationen. Doch nur wer die betreffende Region gut kennt und auch zukünftige Marktentwicklungen berücksichtigt, kann eine fundierte Aussage zur weiteren Wertentwicklung geben. © Fotolia.de / Andy Dean Photography

  • Seit dem 1. Januar 2017 ist das 2016 eingeführte Effizienzlabel für ältere Heizungsanlagen Pflicht. Konkret bedeutet dies, dass Bezirksschornsteinfeger nach der Feuerstättenschau Heizungsanlagen älter als 15 Jahre mit einem Label versehen müssen, das Auskunft über den Energieverbrauch gibt. Eigentümer sollten durch die Klassifizierung zum Austausch der Altgeräte motiviert werden, so lautete der Gesetzesentwurf der Bundesregierung im Oktober 2015. Eine aktuelle Umfrage der Beratungsgesellschaft co2online unter 300 Handwerkern hat jedoch ergeben, dass 64 Prozent der Hauseigentümer dem Label gleichgültig gegenüberstehen. 22 Prozent lehnen dieses sogar ab. Ein weiteres Fazit der Umfrage: 72 Prozent der Handwerker gaben an, dass der Aufwand für das Ausstellen des Labels bislang größer ist als der wirtschaftliche Nutzen durch zusätzliche Aufträge. Verbraucher müssten besser über das Label informiert und auf Optimierungsmaßnahmen hingewiesen werden. © PhotoDune.net / kalozzolak

  • In einem aktuellen Urteil hat der Bundesgerichtshof (BGH) entschieden, dass es für eine rechtzeitige Mietzahlung ausreicht, wenn der Mieter die Überweisung bis zum dritten Werktag des Monats erteilt hat. Der Zeitpunkt des Geldeingangs beim Vermieter ist demnach nicht ausschlaggebend. Entsprechende Klauseln im Mietvertrag sind vor diesem Hintergrund für unwirksam erklärt worden (AZ VIII ZR 222/15). Im vorliegenden Fall hatte eine Vermieterin nach Kündigung die Räumung ihrer Wohnung verlangt, da die Miete ihrer Meinung nach nicht pünktlich eingegangen war. Die Mieter zahlten die Miete jeweils zum dritten Werktag des Monats bar bei ihrer Bank ein und wiesen das Geld an. Der Betrag ging dementsprechend nach dem dritten Werktag bei der Vermieterin ein. Der BGH entschied nun zugunsten der Mieter und erklärte die Kündigung für unzulässig. Für eine rechtzeitige Mietzahlung reicht die Leistungshandlung bis zum vereinbarten Zeitpunkt aus – im aktuellen Fall bedeutet dies der Überweisungsauftrag durch den Vermieter. © Fotolia.de / hywards

  • In den dunklen Wintermonaten schlagen Einbrecher am häufigsten zu. Entgegen der gängigen Annahme, dass Hauseinbrüche häufig nachts passieren, geht aus dem GDV Einbruchreport 2015 hervor, dass fast die Hälfte die Einbrüche zwischen 10 und 18 Uhr geschehen. Vor diesem Hintergrund empfehlen die Sicherheitsexperten der bundesweiten Initiative für aktiven Einbruchsschutz „Nicht bei mir!” Hauseigentümern, sich mit einfachen Verhaltensregeln und der richtigen Technik gegen Einbrecher zu schützen. Denn mit der richtigen Sicherheitstechnik können 42 Prozent aller Einbruchsversuche verhindert werden, teilt die Initiative weiter mit. Zudem sollte Anwesenheit vorgetäuscht werden, um Einbrüchen vorzubeugen. Hierbei helfen beispielsweise Zeitschaltuhren, die Licht automatisch an- und ausschalten. Wichtig ist es außerdem, bei Abwesenheit alle Fenster und Türen abzuschließen. Verstärkte Schlösser und Fensterbeschläge, Bewegungsmelder und Alarmanlagen sind weitere Maßnahmen für mehr Sicherheit. Besonders gefährdet sind Einfamilienhäuser am Ortsrand, die verdeckt erreicht werden können. Doch auch kleinere Wohnungen in Mehrfamilienhäusern sollten ausreichend gesichert werden. Mehr Informationen finden Sie auf www.k-einbruch.de. © Fotolia.de / peshkova

  • Immobilien sind immer wieder Bestandteil von gerichtlichen Auseinandersetzungen zwischen zwei Erbparteien. Zum Leidwesen der Erben sind die hohen Prozesskosten laut aktuellem Urteil des Bundesfinanzhofes steuerlich nicht absetzbar, wie der LBS-Infodienst Recht und Steuer mitgeteilt hat (AZ VI R 70/14). In einem komplizierten Verfahren hatten zwei Erbinnen um die Eigentumsanteile an einem Zweifamilienhaus gestritten. Das Gericht sollte anschließend darüber entscheiden, ob es sich um zwangsläufig entstandene Aufwendungen gehandelt hat. Denn nur, wenn sich der Steuerpflichtige den Kosten aus rechtlichen, sittlichen oder tatsächlichen Gründen nicht entziehen kann, können die Aufwendungen steuerlich geltend gemacht werden. Diese Zwangsläufigkeit wies der Bundesfinanzhof nun aktuell zurück. Laut Gericht gab es keinen Grund zur Annahme, dass eine Existenzgrundlage gefährdet war oder lebensnotwendige Bedürfnisse nicht mehr befriedigt werden konnten. © Fotolia.de / KlausWagenhaeuser

  • Der Umbau für ein selbstbestimmtes Wohnen im Alter sollte frühzeitig und im Detail geplant werden.  Nach Informationen des Verbands Privater Bauherren e.V. (VPB) unterschätzen viele Bauherren jedoch die Kosten für Unterhalt und Umbau ihrer Immobilie. Der ideale Zeitpunkt für eine Planung ist den Bauexperten zufolge zwei oder drei Jahre vor Renteneintritt. Mit Hilfe eines unabhängigen Sachverständigen wird festgelegt, welche Maßnahmen in welcher Reihenfolge durchgeführt werden. Nur wer frühzeitig plant, kann von KfW-Mitteln profitieren, die 2016 beispielsweise für Einbau von Sicherheitstechnik zur Verfügung standen. Zwar waren die Fördertöpfe aufgrund der hohen Nachfrage bereits im Sommer leer, doch sind in der Haushaltsdebatte für 2017 wieder neue Zuschüsse vorgesehen. Vor diesem Hintergrund empfiehlt der VPB Immobilienbesitzern, sich frühzeitig und in aller Ruhe beraten zu lassen. Ist die Planung abgeschlossen, kann das Bauprojekt zügig umgesetzt werden, wenn neue Fördermittel wieder zur Verfügung stehen. © Fotolia.de / roxcon

  • In einer aktuellen Studie hat der Zentralverband der Deutschen Haus-, Wohnungs- und Grundeigentümer e.V. Haus und Grund die Kosten für Müllgebühren in den 100 größten Städten in Deutschland analysiert. Dabei stellten die Marktexperten deutliche Preisunterschiede fest und fordern die Kommunen auf, ihre Gebührenordnungen zu ändern. Verglichen wurden die Müllabfuhrgebühren für eine vierköpfige Familie unter Berücksichtigung des Abholrhythmus und Serviceumfangs. Die Ergebnisse haben gezeigt, dass 600 Euro Differenz zwischen der günstigsten und der teuersten Stadt liegen. Die preisgünstigsten Städte sind dem Ranking zufolge Flensburg, Chemnitz und Nürnberg. Da Müllgebühren bis zu zehn Prozent der Wohnnebenkosten ausmachen können, sieht Haus und Grund großes Einsparpotenzial für Mieter und Eigentümer. © PhotoDune.net / fantazista

  • Der Bundesgerichtshof hat in einem aktuellen Urteil die Rechte von Vermietern bei Eigenbedarfskündigung gestärkt. Meist scheitern diese aufgrund von Formalitäten, die Vermieter nicht eingehalten haben (AZ VIII ZR 232/15). Im vorliegenden Fall hatte eine GbR als Subunternehmen eines Gesellschafters wegen Eigenbedarfs gekündigt. Dabei war versäumt worden, den Mietern eine vergleichbare Alternativwohnung anzubieten. In erster Instanz stimmten die Richter den Mietern zu. Nun korrigierte der BGH dieses Urteil und entschied, dass eine Verletzung der Anbietpflicht keine Unwirksamkeit der Eigenbedarfskündigung zur Folge hat. Mieter haben stattdessen die Möglichkeit, Schadensersatzansprüche geltend zu machen. ©

  • Wohnen wird intelligent. Was zunächst mit einem Nischenmarkt begann hat sich im Laufe der Jahre zu einem etablierten Wohntrend entwickelt, der laut dem Prüfungs- und Beratungsunternehmens Deloitte kurz vor dem Durchbruch steht. Smart Homes bedeuten vor allem mehr Wohnkomfort durch modernste Techniken. So lässt sich beispielsweise die Heizung von unterwegs einstellen, Sicherheitskameras können gecheckt oder Fenster und Türen aus der Ferne geöffnet oder geschlossen werden. Intelligente Haushaltsgeräte sollen zudem künftig viele Tätigkeiten erleichtern und sogar Strom sparen. Besonders für das selbstbestimmte Wohnen im Alter sehen Marktexperten großes Entwicklungspotenzial. 2020 soll sich die Anzahl der Smart Homes nach aktueller Marktprognose mehr als verdreifachen. Stellt die Politik heute die richtigen Weichen und schafft Anreize für Investitionen, könnte die Millionen-Marke bereits 2018 erreicht werden. © Fotolia.de / diego1012

  • Mit insgesamt 6,8 Milliarden Euro Umsatz verzeichnet das Baugewerbe den besten Oktober seit 15 Jahren. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) aktuell mitteilt, stieg das Umsatzvolumen im Vorjahresvergleich um 0,3 Prozent. Ein höherer Wert wurde zuletzt 1999 mit 7,6 Milliarden Euro Umsatz verzeichnet. Auch der Auftragseingang erhöhte sich von September bis Oktober um 10,1 Prozent. Mit Blick auf das Vorjahr stiegen die Zahlen sogar um 21,6 Prozent. Insgesamt rechnet der Zentralverband Deutsches Baugewerbe (ZDB) mit einem Gesamtumsatz von 110 Milliarden Euro für das Jahr 2016. Auch in Zukunft soll sich der Aufwärtstrend laut Branchenexperten weiter fortsetzen, denn die Auftragsbücher sind gut gefüllt und die Nachfrage nach Wohnraum insbesondere in Ballungsgebieten steigt stetig an. ©

  • Dass Handwerkerrechnungen und haushaltsnahe Dienstleistungen unter gewissen Bedingungen steuerlich absetzbar sind, ist Immobilieneigentümern weitestgehend bekannt. Doch auch in der Streu- und Winterdienstpflicht gibt es eine für Hausbesitzer relevante Neuerung, teilt der Verband Privater Bauherren e.V. aktuell mit. Konnte bislang nur das Schneeschippen auf dem eigenen Grundstück bei der Steuer geltend gemacht werden, wurde die Regelung nun auch für öffentlich zugängliche Straßen und Wege erweitert. Verpflichtet beispielsweise eine Gemeinde Anwohner, die Gehwege vor ihren Grundstücken schnee- und eisfrei zu halten, können Dienstleister mit den Arbeiten beauftragt werden. Die Rechnung kann anschließend bei der Steuer geltend gemacht werden, sofern sie ordnungsgemäß erstellt, per Überweisung bezahlt wurde und die Lohnkosten ausweist. Das Kehren und Streuen gehört zu den Verkehrssicherungspflichten. Und die, so erinnert der Verband Privater Bauherren (VPB), sollte jeder Grundstückseigentümer ernst nehmen. © Fotolia.de / 2xwilfinger

  • Das Amtsgericht Lüneburg hat in einem aktuellen Urteil entschieden, dass Jahresabrechnungen einer Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG), die unter Vorbehalt noch anzunehmender Änderungen genehmigt wurden, nichtig sind (AZ 39 C 295/15). Im vorliegenden Fall hatte eine Wohnungseigentümergemeinschaft von einem Mitglied verlangt, Nachzahlungen aus den Jahresabrechnungen 2012 bis 2014 zu leisten. Die Abrechnung für 2014 war allerdings unter Vorbehalt beschlossen worden, da noch Änderungen zu erwarten waren. Ein Mitglied weigerte sich jedoch, die Zahlungen zu tätigen. Das zuständige Gericht gab dem Eigentümer Recht. Wird eine Jahresabrechnung unter Vorbehalt genehmigt, ist diese nicht zulässig und stellt auch keine Grundlage für daraus resultierende Fälligkeiten dar. Die Nachzahlungen für 2012 und 2013 muss der Eigentümer jedoch leisten. © Fotolia.de / hywards